Tagsüber Café, abends Restaurant, nachts Club. Immer aufregend.

Club Mash

Stuttgart / 2008

Tagsüber Café, abends Restaurant, nachts Club. Immer aufregend.

Club Mash

Stuttgart / 2008


Club Mash, Stuttgart. Ein Projekt von Ippolito Fleitz Group – Identity Architects

Das Brauhaus Mash im Stuttgarter Boschareal war lange eine beliebte Partylocation. Mit der Etablierung der Clubszene in der Theodor-Heuss-Straße verschob sich jedoch das Zentrum des Nachtlebens. Durch einen Umbau suchte das Mash deshalb nach einer Neupositionierung mit einem hybriden Konzept. Tagsüber fungiert es nun als Café sowie als Restaurant im Mittags- und Abendbereich, während es vor allem an den Wochenenden weiterhin nachts zum Club wird.

Zunächst wurde der Raum neu organisiert. Die Bar wurde in den Mittelpunkt gerückt und zoniert so den langgestreckten großen Raum in drei übersichtliche Bereiche, die sich nun separat nutzen lassen und selbst noch einmal durch Fadenvorhänge abteilbar sind. Der Hauptbereich lässt sich so je nach Nutzung oder Veranstaltungsart in Größe und Wirkung stufenlos schalten und wirkt trotzdem immer intim. Die Rückwände in den Nischen sowie die Front des Tresens sind mit Muschelkalkplatten verkleidet, sodass sie in der Frontansicht eine durchgehende Fläche bilden. Der Muschelkalk wird durch Halogenlicht beleuchtet. Diese bringen dessen poröse Materialstruktur und Tiefe zur Wirkung und entfalten eine warmtonige, goldfarbene Lichtstimmung. Gleichzeitig wird so das Angebot der Bar besser inszeniert. Unterstützt wird dies durch 2500 einzeln abgehängte Kunststoffstäbe, in denen sich das Licht verführerisch verfängt. Die einzelnen Bereiche des Raumes werden durch den durchlaufenden, mauvefarbenen Boden verbunden, der im Kontrast zur denkmalgeschützten Industriearchitektur des Ortes steht.

Identitätsgebendes Key Visual aber ist eine neue abgehängte, geflieste und mit Motiven bedruckte Decke. Sie fasst den Raum noch einmal zusammen und legt sich wie eine Schicht vor die Bestandsarchitektur. Die Fliesen zitieren dabei das Küchenthema und den einstigen Brauhauscharakter. Ihre weiße Farbe reflektiert das Licht und wird so zur indirekten Lichtquelle. Eine riesige surreale Collage, die die Stuttgarter Künstlerin Monica Trenkler entworfen hat, wurde in einer Spezialdruckerei im 4C-Verfahren auf die Fliesen gedruckt und richtet die Aufmerksamkeit der Besucher auf die Decke. In den vielen kleinteiligen Elementen entdeckt man Kurioses, Abseitiges oder Erotisches und liefert damit Augenfutter und Gesprächsstoff für die Gäste. Die Deckencollage wirkt damit identitätsstiftend für das generalüberholte Mash und findet sich konsequenter Weise im überarbeiteten Corporate Design und den Printpublikationen des Clubs wieder.

Kategorien

Auszeichnungen

  • 2011 / best architects award
    Award
  • 2011 / Designpreis der Bundesrepublik Deutschland
    Nomination
  • 2010 / red dot award communication design
    Award

Club Mash, Stuttgart. Ein Projekt von Ippolito Fleitz Group – Identity Architects

Club Mash, Stuttgart. Ein Projekt von Ippolito Fleitz Group – Identity Architects

In den vielen kleinteiligen Elementen der gefliesten Decke entdeckt man Kurioses, Abseitiges oder Erotisches und liefert damit Augenfutter und Gesprächsstoff für die Gäste.


Club Mash, Stuttgart. Ein Projekt von Ippolito Fleitz Group – Identity Architects

Tagsüber fungiert das Mash als Café sowie als Restaurant im Mittags- und Abendbereich, während es vor allem an den Wochenenden nachts zum Club wird.

Club Mash, Stuttgart. Ein Projekt von Ippolito Fleitz Group – Identity Architects

Club Mash, Stuttgart. Ein Projekt von Ippolito Fleitz Group – Identity Architects

Club Mash, Stuttgart. Ein Projekt von Ippolito Fleitz Group – Identity Architects

Grundriss


Kunde
  • Mash Event GmbH
Ort
  • Stuttgart
    Forststr. 7
Status
  • Realisiert (2008)
Kategorien
Fotograf/en
  • Ippolito Fleitz Group
  • Zooey Braun
Team
  • Gunter Fleitz
  • Peter Ippolito
  • You Seok Kirschenmann
  • Yuan Peng
  • Daniel Unger
  • Guglielmo Vuolo
Partner
  • Monica Trenkler (Artwork)
Copyright
  • Ippolito Fleitz Group